03.12.2012 - steineggerpix.com

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Impressions of our Holiday Expedtion Cruise with MS Bremen / Hapag-Lloyd to Antarctica 2012

October 27th - December 5th, 2012: Lugano - Tenerife - Montevideo - Falkland Islands - South Georgia - South Shetlands -
Peninsula Antarctica - Drake Passage - Kape Hoorn - Ushuaia - Buenos Aires - Iguacu Waterfalls - Lugano

written by vreni steinegger / pictures shot by rémy steinegger for fun ...

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Montag, 3. + Dienstag 4. Dezember 2012: Buenos Aires / Argentinien –
Frankfurt / Deutschland – Zürich / Schweiz – Lugano / Schweiz -  Sala Capriasca

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Und wieder packen wir. Das vierte Mal in vier Tagen. Darum liebe ich Kreuzfahren. Einmal auspacken, einmal einpacken und egal wie viele verschiedene Destinationen man anläuft, man geht abends immer nach Hause.
Jetzt packen wir aber endgültig. Denn heute fliegt auch die Gruppe Blau, Iguazú heim. Zuerst werden wir aber um 10.00 Uhr zu einer Stadtrundfahrt abgeholt. Schon wieder Stadtrundfahrt. Diesmal eine erweiterte. Aber vieles was uns gezeigt wird haben wir schon gesehen. Das Grab von Evita „Don’t cry for me Argentina" darf natürlich nicht fehlen. Aber für den schönsten Stadtteil in Buenos Aires „La Boca" haben wir gerade mal ca. 30 Minuten Zeit. Die Häuser sind bunt und originell,  viele Künstler stellen ihre Werke auf der Strasse aus. Es gibt unzählige Restaurants und überall wird Tango zu Livemusik getanzt. Unglaublich erotisch und Lebensfreude pur. Und wir haben keine Zeit! Rémy ist echt sauer. Nützt aber nichts, wir müssen zum Flughafen. Buenos Aires wäre wirklich nochmals einen Ausflug wert.
Für Überseeflüge muss man ja heutzutage eine Menge Vorlaufzeit einrechnen. Wir haben aber Glück und sind die ersten beim Einchecken. Und Rémy hat es geschafft , unser grosses Gepäck als je 23 Kilo durchgehen zu lassen. Zuhause nachgewogen war der eine Koffer über 31 Kilo schwer. Keine Ahnung warum. Aber Rémy kennt einen Trick mit dem Knie und ausserdem ist die, übrigens total nette Schalterdame vollauf mit unserem Handgepäck beschäftigt. Es ist zwar von der Grösse her o.k. aber viel zu schwer. Die Fotoausrüstung. Und die reist nur mit Rémy in der Kabine! Frizzie und ich fangen dann an, direkt am Schalter ein Chaos mit der Umverteilung des Handgepäcks zu veranstalten, da er einen Teil der Fotoausrüstung in sein Handgepäck nimmt um seine Kilos die er nun zu viel hat auf den Rest unserer Gruppe zu verteilen. Während dieses Dramas sehe ich, dass unser grosses Gepäck widerstandslos etikettiert wird und in den Tiefen des Flughafens verschwindet. Die Dame nach uns hat für 2 Kilo Übergepäck 125 Dollar bezahlt.
Aber schon folgt das nächste Drama. Frizzie und sein abgelaufenes Visum. Und Frizzie möchte nach Hause. In einer Woche heuert er bereits auf der Columbus 2 in der Karibik an. Für die Antarktisreise ist er unvorhergesehen als Vertretung für eine erkrankte Kollegin eingesprungen. Und tatsächlich, bei der Passkontrolle fängt ein endloses Theater an mit Papier das von da nach dort und von dort nach da geschoben wird. Der Chef wird geholt und dann verschwinden wieder alle, kommen wieder usw. Als moralische Unterstützung bleibe ich in seiner Nähe und Rémy schaut ab und zu, dass unsere Reisegruppe kompakt bleibt. Die Erleichterung bei Frizzie ist sehr gross, als feststeht, dass er ausreisen darf, obwohl er sich ja ein paar Stunden illegal in Argentinien aufgehalten hat.
Beim Security-Check wird Rémy dermassen gründlich abgetastet, dass ich dem Beamten erkläre, dass das normalerweise eigentlich mein Job ist. Da lachen dann alle die rumstehen.
Danach verläuft alles in geordneten Bahnen. Ich verschlafe von den knapp vierzehn Stunden Flugzeit ungefähr zwölf. In Frankfurt angekommen verabschieden wir uns noch von unseren Reisegefährten. Also nur von denen, die nicht gleich fluchtartig irgendwohin gerannt sind. Flugplätze scheinen die Stresshormone zu beflügeln  Gemütlich essen wir mit Frizzie noch eine Bockwurst bevor sein Flug aufgerufen wird.  Wir suchen dann unseren nach Zürich. Auch der ist kein Problem und nach etwas Zeit in Zürich-Airport totschlagen werden wir safe and sound und pünktlich nach Lugano geflogen. Und jetzt, wo wir das Gepäck nicht mehr brauchen ist es mit uns zusammen angekommen. Gianni, unser Freund holt uns am Flugplatz ab und bringt uns nach Hause.
Die Zeitverschiebung mit eingerechnet sind wir nach genau nach 38 Tagen und einer Stunde wieder da wo diese unfassbar schöne, glückliche  und unglaubliche Reise begonnen hat.
Der Kreis hat sich geschlossen.

Kommentare an die Autorin sind willkommen!



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