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25 - Auf Kurs Recife / Brasilien (23.12.15)

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Published by in RSSC Grand Voyage 2015-2016 ·
"Hello everybody! I’m your disegnated driver". So begrüsste Kapitän Teo gestern die neuen Gäste. Ich war echt erheitert. So hat sich noch nie ein Kapitän vorgestellt. Ueberhaupt macht er einen guten Job. Völlig unaufgeregt managt er die grossen und kleinen Probleme. Und von den kleinen Problemen dürfte er nicht wenige haben. Manche Gäste sind an und für sich schon ein Problem und wissen das nicht einmal. Natürlich hat er viele Streifenhörnchen um sich herum, die ihm helfen. Streifenhörnchen nenne ich alle Besatzungsmitglieder die eben Streifen tragen. Aber er ist der Boss und auch wir haben ihm zu gehorchen. Rémy dürfte am Anfang der Reise auch so ein Problem gewesen sein. Des Nachts hat er immer seinen Blog aufs Netz geladen und das klappte nicht immer tadellos und war unglaublich langwierig und mit vielen Unterbrechungen. Wahrscheinlich hat der Kapitän dann öfters seinen Master oft the Cyberspace angerufen und gesagt: Schmeiss mal den Steinegger aus der Leitung, Der blockiert mir die Leitung und ich würde ganz gerne mal wissen wo wir überhaupt sind. Weil Sextant und so ist heute nicht mehr angesagt.
Aber das nur am Rande. Wir machen weiter in Rio 2. Tag. Strahlendes Wetter und heiss. Wir hatten den Ausflug auf den Corcovado zum Christo Redentor. Den besuchten wir zwar vor etwa 5 Jahren schon mal. Aber damals war der Ausblick auf Rio nicht so gewaltig. Wolken. Heute war die Sicht umwerfend und erst hier oben hast du mal so eine Ahnung wie gross Rio überhaupt ist. Und es ist sehr gross. Auf dem Rückweg stiegen wir an der Copacabana aus und genehmigten uns den Inhalt einer Kokosnuss. Ich bin süchtig nach dem Zeug. Und dann die Frage Mittagessen, aber wo? Wenige Meter von uns entfernt war das Hotel, in welchem wir damals gewohnt haben. Und die haben eine Dachterrasse mit Swimmingpool, Restaurant, Blick über die Copacabana und kühler Brise. Aber nur für Hotelgäste. Aber ich fand, wir können ja mal fragen ob wir hochdürfen. An der Rezeption starteten wir dann unsere Charmeoffensive, von wegen wir waren schon mal Gäste und für uns das schönste Hotel in Rio überhaupt und so weiter. Und es funktionierte. Wir durften hoch und die Welt war so was von in Ordnung. Rémy wollte dann noch im Meer, vor allem natürlich an der Copacabana baden. Mir war das zu viel Sand und vor allem war meine Badehose auf dem Schiff.
3. Tag Rio. Rémy hatte einen Ausflug. Jungle Treck im Offroader im Nationalpark auf geteerten Strassen. Das fand ich schon im Vorfeld nicht so spannend. Ich blieb auf dem Schiff und betrachtete den Exodus der ca. 450 Gäste, welche Rio als Enddestination hatten. Und natürlich das Eintreffen der neuen Gäste. Am Nachmittag wollten wir eigentlich noch in’s neue Museum. Wenige hundert Meter neben unserer Parkposition. Tolle Architektur. Aber Rémy kam sehr spät von seinem Dschungelabenteuer zurück und musste ja auch mal was essen. Sonst verhungert er mir noch. Und um 17.00 Uhr war wieder mal Seenotrettungsübung. Wir sind unterdessen, nach so vielen Kreuzfahrten sehr routiniert darin aber die Teilnahme ist absolut verpflichtend. Und noch heute staune ich jeweils, wie lässig viele Passagiere diese Uebung nehmen. Ich finde, es geht um mein Leben und um das zu retten, muss ich wissen was ich zu tun habe. Aber eigentlich möchte ich gar nicht wissen, was hier abgeht wenn wir wirklich ein Problem haben.
Um kurz vor 18.00 Uhr setzten wir die Segel und verliessen Rio. Kein Scherz, die sagen immer „we set sails“ wenn wir uns vom Acker machen. Dabei reicht es völlig, wenn die Motoren gestartet werden. Vielleicht sollte ich das heute Abend mal mit dem Kapitän besprechen. Wir haben wieder so einen sozialen Empfang.
Nun sind wir auf dem Weg nach Recife. Aber dort kommen wir erst übermorgen an.
Rémy und ich wünschen Euch Allen ein glückliches und friedvolles Weihnachtsfest. Hier wird Weihnachten sehr reduziert gehalten, obwohl seit einer Woche täglich neue Christbäume aufgestellt werden. Gestern fragte ich, wie viele Weihnachtsbäume es denn sind, aber nobody wusste die Antwort. Ich denke, ich starte mal einen Wettbewerb unter den Gästen. Und der erste Preis ist ein Drink, offeriert von mir. Kostet mich ja nix – all inclusive!


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