32 - Manaus - 1 / Jungle Trail & Opera (01.01.16) - steinegger's reiseblog - steineggerpix.com

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32 - Manaus - 1 / Jungle Trail & Opera (01.01.16)

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Published by in RSSC Grand Voyage 2015-2016 ·
Am Neujahrstag erreichen wir (gut und fröhlich gerutscht) einen Wendepunkt: Manaus, ehemals eine schöne, reiche Stadt fast 2000 km vom Atlantik entfernt, da wo sich der schwarze Rio Negro mit dem gelb-braunen Amazonas vereinigt, wo die erste Brücke den über 3 km breiten schwarzen Fluss überquert. Wozu? Das wissen nur ein paar Politiker und Bauunternehmer, führt die Strasse doch nur rund 80 km weiter nach Süden, bis sie am Ufer des Amazonas endet. Die einzige Strasse, die aus der Amazonas-Metropole (ca. 1.5 Mio Einwohner) herausführt, geht 2220 km nordwärts nach Venezuela. Für alles andere bleiben nur Flugzeuge und in erster Linie natürlich der Fluss, Wiege allen Lebens dieser Gegend.
Unsere Excursion führt per Schnellboot Rio Negro aufwärts zu einer kurzen aber interessanten Dschungel-Wanderung. Unser lokaler Reiseführer spricht hervorragend Englisch, ist sehr naturbegeistert und scheint alles über den Regenwald, Flora und Fauna wie auch Überlebenstechniken in diesem Ambiente zu wissen! Begleitet von einem jungen Pfadfinder und der kleinen Jessica. Aber erst der fünftletze unserer Wandergruppe, die sich auf einem schmalen Trampelpfad durch den Urwald schlängelt, sieht sie, die Schlange! Kurze Aufregung - aber die Red Tail Boa Constrictor, geschätze 2 bis 2.5 m lang, scheint sich nicht für uns zu interessieren, regungslos macht sie auf unsichtbar und lässt sich bestaunen.
Ansonsten gibt es relativ wenig Tiere am Rio Negro, das Wasser ist total anders als am nahen Amazonas und darum ist es hier auch Mücken- und Malariafrei.
Zurück auf dem Schiff entscheiden wir uns für einen Rundgang durch Manaus zu Fuss. Dafür muss aber, weil der Hafen Bundesgebiet und abgesperrt ist, zuerst mit dem Shuttlebus zum Hafeneingang disloziert werden. 3 m ausserhalb geben uns lokale Reiseführer (die eben mit uns vom Schiff zurückkommen und auf dem Nachhauseweg sind) den gut gemeinten Rat, sofort umzukehren und keinen Schritt in diese Stadt zu tun. Zu gefährlich! Wir insistieren, wollen das weltberühmte Opernhaus (Fitzgeraldo mit Klaus Kinski) besichtigen. Heute sowieso geschlossen, da Neujahr ... Wir insistieren nochmals. OK, aber nur diese Avenue hoch und auch wieder zurück, keine Abstecher in irgendwelche Seitenstrassen! Wir versprechen das und zuckeln los. Kein Mensch unterwegs, kein Auto auf dem breiten Boulevard. Alles geschlossen, verlassen. Dank eines superschlauen Stadtplans finden wir nicht mal die Oper auf Anhieb. Auf dem grossen Platz daneben treffen wir ein paar wenige Einheimische Familien und Touristen - dann direkt zurück in den sicheren Hafen heim auf die Mariner.
Den Spruch des Tages lieferte Vreni beim Absacker in der Horizon Lounge auf dem Achterdeck: Schau mal den beleuchteten Schirm dort oben im Fluss ...
Am nächsten Tag müssen wir vernehmen, dass in der Nacht mehrere Crewmitglieder eines neben uns an der Pier liegenden kleinen (lokalen) Touristenboots umgebracht worden seien ... Schlechte Zeiten in der ehemals blühenden Gummi-Metropole!























































































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