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35 - Auf Kurs Devil’s Island / Französisch Guyana

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Published by in RSSC Grand Voyage 2015-2016 ·
Erster Tag Manaus. Wir haben Jungle Trecking gebucht und wir bekamen Dschungeltrecking. Pur und ohne Klimaanlage.  Mit einem Boot fuhren wir zuerst den Rio Negro hoch, oder auch runter. Keine Ahnung. Aber es war der Rio Negro, denn das Wasser war dunkel und der Amazonas ist ja immer so schlammbraun. Unser Guide war Klasse. Gemäss Programm  hat er viel Erfahrung mit Ueberleben im Dschungel und „was trained at the Center for Intensive Guerrilla Warefare in the Rainforest“.Originalton Regent Seven Seas Cruises. O.k. dachte ich, so schlimm wird’s schon nicht werden. Wir sind ja verwöhnte Geschöpfe und die wollen uns lebend wieder zurück. Aber nach zwei Minuten in diesem Urwald dachte ich, ich lege mich jetzt etwas hin und sterbe. Aber da die anderen der Gruppe tapfer weitermarschierten, tat ich das auch. Nach zwei Minuten traf ich dann auf eine Boa Constrictor, die elegant unten an einer Pflanze hing. Rémy meinte nachher, dass ich für eine Begegnung dieser Art richtig cool gewirkt hätte. Aber das ist ja auch nur eine Würgeschlange und beisst ja nicht. So treckten wir uns durch den Dschungel und lernten die Grundbegriffe, wie man hier überleben kann.
Ganz ehrlich gesagt, ich habe andere Wissenslücken die ich dringender schliessen muss.
Aber ich muss sagen, der Ausflug war toll und ich hätte schon gedacht, dass ich den Wettbewerb „Miss wet-T-Shirt“ gewinne. Aber den gewannen alle, auch die Männer.
Am späten Nachmittag stolperten wir noch etwas durch Manaus. Ich wollte ja schliesslich die Oper sehen. Wenn möglich von innen. Aber es war Feiertag und sie war geschlossen. Und Schuhe hätte ich noch dringend gebraucht.  Aber eben, Feiertag, keine Schuhe.
Zweiter Tag Manaus: Es war so richtig zum Depressionen kriegen. Regen und sehr grau. Ich cancelte umgehend meinen Ausflug zu einem Gummi-Museum und die Indianer die noch auf dem Programm standen müssen nun damit leben, dass sie mich nicht kennen. Aber ich nehme an, Rémy hat mich würdig vertreten.
Nächster Stop, Paritins: Wieder wundervolles Wetter. Das mit heiss und feucht brauche ich ja nicht mehr zu erwähnen. Wir hatten eine Boi Bumba Folk Show auf dem Programm. Ich war eher skeptisch und dachte, ja nu. Aber es war eine gigantische Show, Eine Stunde lang hämmerte der brasilianische Sound. Die Tänzertruppe war phantastisch und die Kostüme einfach hinreissend, farbenfroh und die ganze Show war Lebensfreude pur. Obwohl es in Brasilien im Moment ja auch nicht gerade so toll ist. Wenigstens für die, die hier leben.
Nächster Stop: Santarem. River Tour and Eco Maica Lake. Auch wieder ein Glücksgriff. Wir fuhren dem Tapajos Fluss entlang, wieder dunkles Wasser, der Amazonas ist ja noch immer schlammig und er wird seine Farbe auch nie ändern. Und irgendwann war Piranhas-Fischen angesagt. Ehrlich gesagt, ich fische nie, vielleicht ab und zu mal im Trüben. So hängte ich dann mal meine Leine rein und es dauerte wirklich nur ein paar Sekunden und  ich hatte einen gefangen. Einen richtigen Piranha! ich wusste dann allerdings nicht so recht, was ich mit dem armen Vieh anfangen soll, es hatte schon etwas böse Zähne. Der Tourguide stand mir aber hilfreich zur Seite. Der Fisch wurde dann von allen fotografiert, denn wir fingen nicht viele davon. Und ich war sehr erleichtert, dass das Tier nach dem Photoshooting wieder ins Wasser durfte.
Und nun merke  ich, wir beenden langsam das Abenteuer Amazonas. Wir haben 18.15 Uhr. Ich sitze auf dem Pooldeck, schreibe diesen Bericht und die Temperatur ist einfach perfekt und es windet uns fast davon. Morgen werden wir den Amazonas verlassen.
Und Schuhe habe ich immer noch keine.



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