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Impressions of our Holiday Expedtion Cruise with MS Bremen / Hapag-Lloyd to Antarctica 2012

October 27th - December 5th, 2012: Lugano - Tenerife - Montevideo - Falkland Islands - South Georgia - South Shetlands -
Peninsula Antarctica - Drake Passage - Kape Hoorn - Ushuaia - Buenos Aires - Iguacu Waterfalls - Lugano

written by vreni steinegger / pictures shot by rémy steinegger for fun ...

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Epilog

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"Zeit ist das einzige Konto, von dem wir täglich abheben, ohne zu wissen wie viel noch drauf ist"

Diesen Spruch gibt uns der Kapitän mit auf den Heimweg. Und ich habe jede Minute dieser glücklichen 38 Tage und einer Stunde mit  dem allergrössten Vergnügen von meinem Konto abgehoben. In diesen 54‘780 Minuten haben Rémy und ich völlig gesund und ohne auch nur eine Kopfschmerztablette zu brauchen rund 36‘000 Kilometer in der Luft und auf dem Wasser zurückgelegt. Wir haben alle vier Jahreszeiten erlebt und unsere CO2-Bilanz für das Jahr 2012 ist hundsmiserabel. Wenigstens hat die MS Bremen für die Antarktis Diesel getankt. Und ja. Hapag Lloyds Werbetexter hatten Recht.  Die beiden Reisen liefen unter den Slogans: „So viel mehr als nur Meer“ und „Kraft und Magie des Eises“. Das kann ich unterschreiben.


Es braucht viele Beteiligte, damit eine Reise ein unvergessliches Ereignis wird und bleibt. Und dafür möchte ich allen danken, die dazu beigetragen haben. Und im Speziellen:

  • Der MS Bremen  –  so klein sie ist, aber sie hat mich sicher und unbeirrt über weite Distanzen gebracht. Und hat sich in meiner Schiffs-Hitparade wacker nach oben gearbeitet. Sie war mein Zuhause.


  • Kapitän Mark Behrend und seiner gesamten Besatzung. Die alles, aber wirklich alles Erdenkliche getan haben, damit es mir immer gutging und ich glücklich war.


  • Neptun. Er war ein weiteres Mal sehr gnädig und ich war keine Minute seekrank. Obwohl mich das nie davon abhalten würde, Meere zu befahren und zu überqueren.


  • Andrea, Andreas und Rémy. Sie haben mir immer diese scheissblöde Zodiac-Rettungsweste angezogen. Mit der kam ich mit all meinen Schichten Kleider einfach nicht klar.


  • Uwe für die geschenkten Stunden. Da er mir die verdunkelte Panorama Lounge ersparte und mir die Bildung an Bord kurz und bündig vermittelte. Und ich so draussen sein durfte.


  • Allen Mitpassagieren für die unzähligen Schwätzchen.


  • Und vor allem natürlich Tisch 37, wozu auch Jochen immer noch gehört, sowie Irene und Pit für die vielen unterhaltsamen, glücklichen, nachdenklichen und fröhlichen Stunden an Bord.


  • Margherita, Trudi, Helen sowie Hildur und Ari, die extra für 2 Wochen aus Island angereist sind, für die perfekte Betreuung unserer daheimgebliebenen Katzen Babette und Sofie.


  • Und vor allem Rémy, der ohne zu zögern alle Reisen mitmacht die sich mein Kopf so ausdenkt. Und mir immer die Freiheit lässt, das zu tun was ich will. Nicht nur auf Reisen.


PS:

Vor dieser grossen Weltkarte, ein Meter neunzig auf ein Meter zehn, die auf der MS Bremen vor der Panorama Lounge hängt (oder hing?), stand ich stundenlang und studierte sie. Nach drei Monaten fand sie den Weg zu mir und hängt nun bei uns zu Hause. So stehe ich wieder stundenlang davor und bin gespannt wohin uns die nächste Reise führen wird. Ich habe im Moment noch keine Ahnung.

Aber es wird sein wie immer wenn ich an Bord eines Schiffes bin und das Meer betrachte: "
Ich denke, was ich immer denke wenn ich das Meer sehe: Ich habe es so vermisst, ohne zu wissen, wie sehr ich es vermisst habe"

  • Text: Vreni und Ghost Manne. Dir Manne meinen innigsten Dank für die unerwartete Bereicherung dieses Reiseberichtes.   


  • Fotos: Rémy, Julia, Andrea und Andreas. Auch Euch ganz, ganz herzlichen Dank.


  • Quellennachweis (heutzutage sehr wichtig): Tagesprogramm MS Bremen als Orientierung, Reisetagebuch der Lektoren Andrea und Wilfried, die übrigen im Bericht erwähnten Lektoren, Wikipedia, Internet allgemein, mein Gedächtnis.


Kommentare an die Autorin sind willkommen!


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Und noch ein letztes Wort zu unserer Viererbande ... na ja, mal waren's vier, meistens nur drei - und dann auch mal fünf ... und das kam so:

Bevor wir 2009 mit der MS Bremen in die Arktis reisten, kaufte Vreni am Valemaggia Magic Blues an einem Marktstand bei einem Peruaner den kleinen Pingu aus seiner Gefangenschaft frei, um ihm mal die nördliche Hemisphäre zu zeigen. Wer weiss, ob sie schon den Blues hatte oder ob das einfach sonst ein spontaner Einfall war ...
Pingu gefiel es dann prächtig im nördlichen Polarmeer mit all den Eisbergen und er schloss Freundschaft mit einem Kanadischen Eisbären, der von uns adoptiert und in die Schweiz geschmuggelt wurde. Vreni meint zwar, die Geschichte sei etwas anders gelaufen ... aber so tönt sie doch auch gut und ist vor allem für weniger kreative Mitreisende - siehe unten - auch verständlich!  Mammut kam dazu, eine Geschenk einer früheren Reisebekanntschaft, der unsere tierischen Reisegeschichten gefielen - da waren's also schon drei. Im Sommer 2012 wurde dann aus der Dreier- eine Viererbande, als uns von Freunden The Lion King aus Namibia geschenkt wurde - er wollte natürlich auch mit auf die längst organisierte und gebuchte Reise in die Kälte, wohl unternehmungslustig und neugierig aber völlig unwissend in Sachen Klimafragen und dergleichen ...

So reiste die Viererband dann ende Oktober 2012 mit uns auf der MS Bremen von Teneriffa via Montevideo weiter auf die Falkland Inseln, Süd Georgien, Süd Shetland bis auf die Antarktische Halbinsel, um auf dem Heimweg noch einen Abstecher zu den Iguaçu-Wasserfällen zu unternehmen.

Es gab viel zu sehen, zu erleben, Pingu und Eisbär fühlten sich in ihrem Element und The Lion King fror sich alles ab ... Mammut wurde seinem Ruf, längst ausgestorben zu sein gerecht und verschlief fast die gesamte Zeit in der Kabine - Rémy hatte einfach zuwenig Platz in seinen Taschen und vernachlässigte ihn ein wenig ... sorry!

Um den sich den kopfzerbrechenden Mitpassagieren, die Rémy's Fotografiererei mit seinen mitgebrachten Freunden einfach nicht ganz den Hals runterkriegten, nicht immer die ganze Geschichte von A bis Z erklären zu müssen, wurde das Projekt einfach kurz und bündig unter den Slogan 'Schüler-Austausch' gestellt.
Einige Mitreisende schütteln wohl jetzt noch den Kopf - anderen war plötzlich alles klar und verständlich!

Bei der Gründung des PingWing Clubs (ich weiss, es heisst Pinguin ... aber in Anlehung an Chicken Wings gefällt mir eben auch diese Wortspiel) kam dann noch ein auf den Falkland Inseln handgestricktes Exemplar (vermutlich wird als Kriegsbewältiungs-Therapie gestrickt ...) dazu, Mme. Pinguin. Da sie die Antarktis ja schon bestens kennt, hielt sie sich ein wenig im Hintergrund ... vielleicht hat sie auch einfach noch Angst vor den ihr unbekannten Viechern aus dem Norden beziehungsweise aus Afrika ...

Und da eine solche Reise manchmal auch etwas strapaziös sein kann und Pingu seinen Schnabel halt eben schon meist zuvorderst haben musste, kam er leicht lädiert ohne Schnabel und mit gebrochener Hüfte nachhause - sein Spitalaufenthalt war aber kurz, der Schnabel ist wieder da, die Hüfte wieder ganz und auch The Lion King ist inzwischen wieder aufgetaut!

Am 19. März 2013 erreichte uns ein Paket aus Berlin - von Manne - und schaut mal, was er uns da geschickt hat ... Herzlichen Dank von uns allen an Euch alle!



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