14.11.2012 - steineggerpix.com

Go to content
my galleries > 2012 > antarctica 2012

Impressions of our Holiday Expedtion Cruise with MS Bremen / Hapag-Lloyd to Antarctica 2012

October 27th - December 5th, 2012: Lugano - Tenerife - Montevideo - Falkland Islands - South Georgia - South Shetlands -
Peninsula Antarctica - Drake Passage - Kape Hoorn - Ushuaia - Buenos Aires - Iguacu Waterfalls - Lugano

written by vreni steinegger / pictures shot by rémy steinegger for fun ...

  previous day

Mittwoch, 14. November – Auf See, Kurs Falkland Inseln / Britisches Überseegebiet

next day   

_________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

Sehr viele Seevögel begleiten nun das Schiff. Wir schauen ihnen stundenlang zu und sind immer wieder fasziniert, wie ökonomisch und mit welcher Eleganz sie sich in der Luft halten.
Um 10.00 Uhr findet in der Panorama Lounge die obligatorische Zodiac-Einweisung mit unserem Staff-Kapitän Christian statt. Da von nun an alle Landgänge mit diesen Gummibooten bewerkstelligt werden, wird der genaue Ablauf erklärt und wie wir uns zu verhalten haben. Eine Trockenübung sozusagen, denn die 12 Zodiacs liegen noch festgezurrt und arbeitslos auf Deck 7. Sie haben wundervolle Namen wie Orinoco, Pitcairn, Larantuka, Amazonas, Antarktis, Kamtschatka usw.
Anschliessend müssen wir uns in der Bibliothek in eine Zodiac-Gruppe eintragen. Grün, Blau, Rot oder Weiss. Eine sehr gute Sache wie wir später feststellen. Da der Einstieg auf  Deck 3 ist, gäbe das ein unheimliches Gedränge im engen Treppenhaus wenn 142 Passagiere in Vollmontur herumstehen. Auch dürfen gewisse Inseln und das Antarktische Festland maximal von manchmal 40 oder auch 100 Personen betreten werden. Tisch 37 ist geschlossen in Gruppe Grün.
Um 15.30 Uhr hält Lektor Ulrich, die Kernschmelze einen Vortrag über die Geologie der Falkland Inseln. Ich schwänze den Vortrag, wie ich fast alle kommenden Vorträge schwänzen werde. Das Wetter ist heute einfach zu schön. Doch Uwe, der viele Vorträge während der Reise besuchen wird, ist mir eine enorme Hilfe. In einer Zusammenfassung erzählt er mir immer das Wichtigste.
Nichtsdestotrotz habe ich am späten Nachmittag doch noch einen Termin: „IAATO Briefing für Südgeorgien & Antarktis mit unserem Expeditionsleiter Stefan. Diese Vorbereitung ist für alle Besucher der polaren Gebiete obligatorisch“. Dem Reisetagebuch unserer Lektoren Andrea und Wilfried entnehme ich „IAATO (International Association of Antarctica Tour Operators) sind Regularien für Südgeorgien die Antarktis. Diese Regeln sind für IAATO Mitglieder und deren Gäste bindend. Sie regelt die Anzahl Schiffe, wie viele Besucher gleichzeitig an Land sein dürfen, welche Gebiete nicht betreten werden dürfen und natürlich das Verhalten gegenüber den Tieren in diesen abgelegenen Gebieten“. Und unsere Lektoren werden wie Zerberusse über uns wachen, damit wir diese Regeln einhalten.
Anschliessend findet das  Precap statt. Die erste Vorschau auf unsere Anlandungen auf den Falkland Inseln. Später werden dann sogenannte Re-Precaps durchgeführt. Da wird in einer Kurzfassung von unseren diversen Lektoren erläutert was wir heute gesehen haben und was uns morgen erwartet. Das ist immer sehr informativ und die habe ich immer besucht.
Seit Montevideo haben wir 2 Redakteure des Magazins GEO an Bord. Susanne und Dirk.
Ein halbes Jahr bereisen die beiden verschiedene Länder und berichten darüber in einem Blog auf geo.de. Ein Teil ihrer Reise ist diese Expedition auf der MS Bremen. Um 21.15 findet ihr Vortrag mit Schwerpunkt: „Entschleunigung vom Alltag“ statt. Aber nach einer Atlantiküberquerung ist der grösste Teil von Tisch 37 und Zugewandten dermassen entschleunigt, dass wir den Tag lieber auf dem Lidodeck beenden.
Allerdings muss ich feststellen, nachdem wir über 2 Wochen einfach planlos in den Tag hinein gelebt haben, wird das Programm nun merklich straffer. Was uns aber nicht davon abhält, ebenfalls wichtige Punkte wie Essen und Trinken, uns auszutauschen, Klatsch und Tratsch zu verbreiten, weiter im gewohnten Rhythmus zu absolvieren.

Kommentare an die Autorin sind willkommen!


________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________


Nach massiven Drohungen glückte es Rémy, Manne zu reanimieren. Hier sein Kapitulations-mail:

Schöne Freunde seid Ihr. Statt Ihr mir 4Wochen Erholungsurlaub in einem Schweizer Luxushotel offeriert werde ich unter Druck gesetzt, statt Trost und Zuspruch Drohungen mich aus …………… (welche Drohung Rémy ausgesprochen hat, kann ich hier leider noch nicht verraten. Das würde der Geschichte vorgreifen). Nie ist jemand mit solcher Präzision und Eleganz aus einer laufenden Serie ausgestiegen, die doppelte Überschneidung zwischen Fiktion und Realität, einmalig in der Literaturgeschichte - einfach ignoriert. Ich beuge mich der rohen Gewalt. Ihr werdet schon sehen, was Ihr davon habt.  Manne

Aber in einem muss ich Manne völlig recht geben, unter Druck an einer Geschichte schreiben, die man nicht kennt ist sehr schwierig. Also lass Dir Zeit und küss ab und zu die Muse.

Vreni

________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________


6. REPLIK:

by Manfred Reich, Freund aus Berlin, aufmerksamer Beobachter, selber seit kurzem bekennender Kreuzfahrer und bekannt als einer, der den Tatsachen fadengerade ins Auge sieht!

Der Kapitän auf einem Rundgang

Im Restaurant, am Eingang zur Küche stehen der Koch und der Schiffsarzt

K:  Na meine Herren alles im Griff ?

Ko:  Nicht ganz. Mir fehlte eine der großen Pfannen und zufällig sehe ich wie die Gründelmayer damit an Tisch 36A verschwindet und als sie mich bemerkte hat sie sich schnell drauf gesetzt. Ich habe dann den Doc um Hilfe gebeten, weil ich mich nicht allein traue dahin zu gehen.

K:  Auf die Pfanne gesetzt? Die Schweizerin ? Dreht die jetzt völlig durch?

Ko:  Eigentlich mehr in die Pfanne! Aber die andere Gründelmayer.

K:  (resigniert) Ich wusste nicht, dass wir zwei von der Sorte haben. Und wieso Tisch 36A?

Doc:  Wegen des Maître, der ist noch nicht ganz stabil und fängt an zu zittern wenn er die Zahl 37 hört.

K: Das kann ich verstehen. Sehen Sie zu, dass Sie die Pfanne wieder kriegen, ohne Aufsehen zu erregen. Vielleicht kann man sie mit einem Windbeutel rauslocken. Ich muss los, ich habe wichtigeres zu tun.

Auf seinem weiteren Rundgang trifft er den Maître.

K:  Tag Erwin, wieder ganz der Alte?

E:  Geht so Chef.

K:  Tisch 36A ist in Montevideo auch nicht schlimmer geworden, einer gegangen, einer gekommen, Anzahl geblieben, das muss Dir doch Mut machen.

E:  Ja schon, aber die denken sich dauernd neue Verrücktheiten aus.

K:  Sag bloß Dir fehlt auch eine Pfanne.

E:  Nein, Handtücher. Die breiten sie schon vor dem Frühstück auf dem Lidodeck auf allen Stühlen aus, sie wollen nicht, dass „Fremde" dort Platz nehmen, nur die, die sie kennen. Wir kommen mit dem einsammeln nicht mehr hinterher.

K:  Wir sind doch nicht auf Mallorca am Pool.

E:  Das sagen Sie.

K:  Erwin komm’ wir gehen einen heben.  (gehen ab in Richtung Bar)

Der neue Barkeeper ist ein lustiger Vogel mit einem Faible für ausgefallene Kopfbedeckungen.

K:  Ich glaub’ es nicht. Wenn Sie nicht sofort die alberne Mütze absetzen werde ich Sie aussetzen und zwar in einer Pinguinkolonie.  Zwei Cognac für den Maître und mich und zwar doppelte und vom guten.

E:  Trinken Sie nicht mehr Ihren Spezialschnaps?

K:  Nein, den habe ich verschenkt. Leider, leider, ich habe es schon mehrfach bereut. Eine Bar im Hafen von Montevideo, das war keine schlechte Idee. Aber was soll’s. Prost Erwin!

E:  Chef meinen Sie ich kann schon wieder?

K:  Keine Angst Erwin, diesmal lass ich Dich nicht allein.


Back to content