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13 Robben Island / Cape Town / South Africa (10.12.15)

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Published by in RSSC Grand Voyage 2015-2016 · 16 January 2016
 


Letztes Jahr kamen wir nicht mehr dazu – aber einmal im Leben sollte wohl jeder Cape Town Besucher die berühmte Gefängnisinsel 13 km ausserhalb Cap Towns besucht haben.
 
Der Berühmteste der vielen Tausend Insassen, allesamt schwarzer, gemischter oder indischer Hautfarbe und damit Rassenzugehörigkeit (fast hätte ich’s vergessen, in der Apartheidspolitik gab es auch noch Weisse, die mussten aber nicht auf die Robben-Insel …) war Nelson Mandela, der 27 lange Jahre (18 davon in einer ca. 2 x 2.5 m kleinen Einzelzelle) verbringen musste und schliesslich, nach seiner Freilassung, ohne Groll und Rachegelüste das Wunder vollbrachte, Südafrika wieder zu vereinen.
 
Der Besuch der zum Museum umfunktionierten Insel ist streng organisiert, Freilauf gibt es auch für die Besucher kaum. Ein grosser Teil wird per Bus, aus dem nicht ausgestiegen werden darf, besichtigt.
 
Das Erstaunlichste ist aber, dass die Besucher von ehemaligen Insassen (das waren alles politisch Verfolgte) geführt werden. Die wissen aus eigener, jahrelanger Erfahrung, wie das war und bringen das auch entsprechend rüber … Eindrücklich !!! Und auch bedrückend !!!
 
Nebst Gefängnisanlagen, Stacheldraht-Zäunen und Wachtürmen gibt es auch ein paar Pinguine zu bestaunen. Der heisse Steinbruch mit Sicht auf’s nahe und doch so ferne Kapstadt und den alles überragenden Tafelberg. Dann darf man kurz in Nelson Mandela’s Zelle gucken. Zwei drei Bilder werden geknipst und man wird weitergedrängt … aber wer hätte da schon länger bleiben wollen?
 
Viele Gedenk- und Informationstafeln laden zum Lesen und Insichgehen – ein besonderer Ort. Die Kommentare vieler Amerikanischer Gäste lassen vermuten, dass sie noch nie von Guantanamo gehört haben  …
Das Imponierende hier ist die Tatsache, dass hier über Jahrzehnte geknechtete Menschen anders funktionierten, als es momentan oft getan wird: NICHT 'Auge um Auge, Zahn um Zahn', keine Vergeltung, sondern ein grosser Plan des Aufeinanderzugehens, der Vergebung, der Suche nach Gemeinsamem um eine bessere Zukunft zu schaffen.
 
Der Besuch von Robben Island lässt uns Südafrika besser verstehen – hoffen wir, dass der Weg, der von Mandela erfolgreich eingeleitet und von Mbeki weitergeführt wurde auch unter dem heutigen Präsidenten Zuma weiter aufwärts führen wird, bis zur völligen Gleichberechtigung und gleichem Wohlstand ist es wohl immer noch weit ...


































































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